Subventionen von 1.80 € pro Kilowattstunde für Atomstrom
Der größte Marktvorteil gegenüber anderen Stromerzeugern steht im Atomgesetz: Atomkraftwerke sind von einer angemessenen Haftpflichtversicherung befreit (Kohle-, Gas- oder Windkraftwerke nicht). Schon 1992 bezifferte der Bundeswirtschaftsminister diese Subvention auf 3,60 DM also 1.80 € pro Kilowattstunde!
Der Steuerzahler kommt für die Weiterentwicklung und Entsorgung auf.
Seit 1960 steckte der Steuerzahler mehr als 20 Mrd. € in die Weiterentwicklung und 16 Mrd in die Entsorgung der Atomkraftwerke, (z. B. Greifswald 5 Mrd. €, Versuchsreaktor Karlsruhe 1 Mrd. € und in die "Entsorgung" der Uranabbauflächen in Sachsen und Thüringen 10 Mrd. €.) Kosten, die eigentlich von den Stromkonzernen bezahlt werden müssten.
Erneuerbarer Strom trägt zur Dämpfung des Strompreisanstiegs bei.
Der Stromkonzern Vattenfall (einer der 4 deutschen Stromriesen) gab im Februar 2006 bekannt, dass sich "die Beschaffungskosten für regenerativen Strom nicht so stark erhöht haben wie die für konventionellen Börsenstrom". Erneuerbarer Strom trägt also zur Dämpfung des Strompreisanstiegs bei.
Keine rechtliche Grundlage für Schadensersatzanspruch von Strahlungsopfern.
Nach einer Atomkatastrophe gibt es in Deutschland für die Überlebenden keinen rechtliche Grundlage Schadensersatz einzufordern.
Atomenergie ist mit 6,9 Prozent unbedeutend in der Globalen Energieversorgung.
Nach der Energiestatistik der International Energy Agency („Key World Energy Statistics 2003") wurden im Jahr 2001 weltweit 2 653 Terawattstunden Atomstrom erzeugt. Diese Menge Atomstrom entsprach lediglich 6,9 Prozent des globalen Primärenergiebedarfs.
Super-GAU-Risiko in Europa innerhalb von 40 Jahren bei bei 1 zu 6.
Nach der offiziellen "Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke - Phase B" kommt es in einem deutschen Atomkraftwerk mit einer Wahrscheinlichkeit von 2,9 x 10-5 pro Jahr (2,9E-05/a) zu einem Kernschmelzunfall. Legt man heute eine Betriebszeit eines Atomkraftwerks von 40 Jahren zugrunde, so ergibt sich für einen Atomkraftwerksblock eine Super-GAU-Wahrscheinlichkeit von 0,1 Prozent.
Mit der Zahl der betriebenen Atomkraftwerke steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit für einen Super-GAU. In der Europäischen Union waren Anfang des Jahres 2004 mehr als 150 Atomkraftwerksblöcke in Betrieb. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Europa innerhalb von 40 Jahren zu einem Super-GAU kommt, liegt demnach bei 16 Prozent oder anders ausgedrückt bei 1 zu 6.
Entsprechend kann man auch abschätzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit es in einem der weltweit betriebenen Atomkraftwerke zum Super-GAU kommt. 2004 waren rund 440 Atomkraftwerksblöcke in Betrieb. Global betrachtet liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Super-GAU innerhalb von 40 Jahren bei 40 Prozent.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist der Bau eines Endlagers praktisch unmöglich.
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen der deutschen Bundesregierung stellte in seinem „Umweltgutachten 2000" fest, dass der Bau eines auf Dauer sicheren Endlagers für Atommüll aus wissenschaftlicher Sicht praktisch unmöglich ist: „Eine Abschätzung des Gefährdungspotenzials über einen derartig langen Zeitraum hinweg ist nahezu ausgeschlossen. Untersuchungen, die eine Basis für geeignete Endlager bilden sollen, sind letztlich nie zu einem naturwissenschaftlich einwandfreien Nachweis eines absolut sicheren Endlagers gelangt. Der Umweltrat ist davon überzeugt, dass es keinen idealen Standort für Endlager für (hoch-)radioaktive Abfälle gibt."
Plutonium-239 etwa hat eine Halbwertszeit von rund 24 000 Jahren.
Das bedeutet, dass beispielsweise von 100 Tonnen Plutonium nach 24 000 Jahren noch die Hälfte, also 50 Tonnen vorhanden sind. Nach der unvorstellbaren Zeit von rund 100 000 Jahren sind also von 100 Tonnen Plutonium-239 noch immer etwa 6 Tonnen übrig. Da etwa 5 kg genügen, um eine Atombombe (Plutoniumbombe) zu bauen, wäre nach 100 000 Jahren also noch immer genügend Material für rund 1200 Atombomben vorhanden.






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